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03. März 2026
Moderne Funktechnik im Brandschutz: Wie das Funksystem 155 F von Hekatron Installationsprobleme löst
Montagmorgen: Die erste Begehung zur Bestandsaufnahme vor Ort. Die Feststellanlage ist durchgeplant, das Brandschutzkonzept bereits freigegeben. Doch vor Ort zeigt sich schnell: Die baulichen Gegebenheiten weichen von der Planung ab.
Geplante Leitungsführungen enden dort, wo denkmalgeschützte Bauteile Eingriffe ausschließen. Erforderliche Bohrungen sind nicht zulässig, und der laufende Betrieb lässt nur begrenzte Sperrzeiten zu. Gleichzeitig ist der Zeitplan eng.
Was auf dem Papier funktioniert, stößt in der Praxis regelmäßig an bauliche, zeitliche und organisatorische Grenzen. Für Planer, Installateure und Brandschutzverantwortliche ist das kein Einzelfall, sondern Teil des normalen Projektalltags.
Typische Herausforderungen bei klassisch verkabelten Feststellanlagen im Bestand
Was bei der zuvor beschriebenen Begehung sichtbar wird, ist in vielen Bestandsgebäuden Realität. Die Technik klassischer Feststellanlagen lässt sich häufig nicht ohne erheblichen Aufwand in bestehende Strukturen integrieren. Genau an diesen Punkten entstehen die wiederkehrenden Herausforderungen, die Planungen verzögern und Montageabläufe verkomplizieren. Diese lassen sich auf wenige, aber entscheidende Problemfelder zurückführen.
Wenn kein Platz für Kabel ist: Die Realität herkömmlicher Installationen
Um Rauchschalter, Handtaster, Zentrale und Türantrieb zu verbinden, sind bei kabelgebundenen Feststellanlagen Leitungswege erforderlich. In der Praxis bedeutet das häufig bauliche Eingriffe durch Decken und brandabschnittsbildende Bauteile. Solche Maßnahmen sind mit Nachweis- und Dokumentationspflichten verbunden und erfordern gegebenenfalls eine fachgerechte Abschottung sowie eine Abnahme durch die zuständigen Stellen. In denkmalgeschützten oder hochwertig ausgebauten Bestandsgebäuden sind sichtbare Leitungsführungen häufig nur eingeschränkt zulässig.
Nachrüstung im laufenden Betrieb: Technisch machbar, organisatorisch aufwendig
In vielen Bestandsgebäuden fehlt die Vorverkabelung. Eine Nachrüstung erfordert daher häufig bauliche Maßnahmen, die mit Lärm, Staub und Einschränkungen im Betriebsablauf einhergehen. Flure müssen temporär gesperrt und Arbeitsbereiche geräumt werden. In sensiblen Bereichen wie Kliniken, Schulen oder Verwaltungsgebäuden sind solche Eingriffe häufig nur begrenzt möglich, weshalb die Arbeiten oft außerhalb der Betriebszeiten erfolgen müssen.
Fehlende Bestandspläne und Überraschungen vor Ort: Kein Einzelfall, sondern Alltag
Was in der Planung einfach wirkt, wird im Bestand häufig deutlich komplexer. Leitungswege, Abschottungen und Schnittstellen müssen vor Ort abgestimmt werden, oft ohne belastbare Bestandspläne oder vollständige Dokumentation. Unerwartete Gegebenheiten führen dann zu Umplanungen und Nachträgen. Aus einer Nachrüstung wird schnell ein Koordinationsprojekt mit mehreren Gewerken, insbesondere wenn Denkmal- oder Brandschutzauflagen berücksichtigt werden müssen.
Projektverzögerungen und Zusatzkosten: Die wirtschaftliche Kehrseite der Verkabelung
Jede zusätzliche Leitung bedeutet zusätzlichen Aufwand: Mehr Material, mehr Montagezeit und mehr Abstimmungsbedarf. Besonders bei weit entfernten Türen, mehreren Brandabschnitten oder komplexen Gebäudegeometrien steigen Kosten und Komplexität schnell an. Für Betreiber führen längere Installationszeiten zu Betriebsunterbrechungen, erhöhtem Koordinationsaufwand und verschobenen Übergabeterminen.
Nutzungsänderungen und Kabelbrüche: Fachpersonal im Dauereinsatz
Kabelgebundene Systeme sind in ihrer Struktur grundsätzlich weniger flexibel. Bei Nutzungsänderungen, Türversetzungen oder neuen Fluchtwegführungen müssen Leitungen häufig neu verlegt oder angepasst werden. Besonders in Schächten, Hallendecken oder langen Fluren kann dies mit erheblichem Aufwand verbunden sein. Hinzu kommen Störungen wie Kabelbrüche, beschädigte Leitungen oder lose Klemmen, die in der Regel nur durch qualifiziertes Fachpersonal behoben werden können und entsprechend Zeit und Ressourcen binden.
Funkvernetzte Feststellanlagen von Hekatron: Die Antwort auf typische Installationsprobleme
Nach den zuvor beschriebenen Baustellensituationen stellt sich die Frage: Gibt es ein Feststellanlagensystem, das die sicherheitstechnischen Anforderungen erfüllt, aber ohne den typischen Installationsaufwand klassischer Verkabelung auskommt?
Hekatron bietet mit dem Funksystem 155 F eine Lösung, die die Funktion klassischer Feststellanlagen ohne Verkabelung ermöglicht. Es ist ein drahtloses System, das sich besonders in Bestandsgebäuden bewährt, in denen sensible Bausubstanz, denkmalpflegerische Vorgaben oder laufender Betrieb klassische Verkabelungen erschweren oder unmöglich machen.
Bekannte Struktur, neue Technik: Das Funksystem 155 F als kabellose Alternative
Das Funksystem 155 F wurde speziell für Feststellanlagen an Feuer- und Rauchschutzabschlüssen entwickelt.
Es lässt sich sowohl zur Erweiterung bestehender kabelgebundener Anlagen als auch für den Aufbau einer komplett funkbasierten Feststellanlage einsetzen. Damit bietet es maximale Flexibilität für Neubauten, Bestandsgebäude und nachträgliche Installationen, insbesondere dort, wo eine übliche Verkabelung baulich oder organisatorisch nur eingeschränkt realisierbar ist.
Die Technik hinter dem Funksystem 155 F von Hekatron
Im täglichen Einsatz muss Technik nicht nur zuverlässig funktionieren, sondern sich auch effizient integrieren lassen. Das Funksystem 155 F erfüllt diesen Anspruch durch eine klare Systemstruktur: Funkmodul, Rauchschalter und Handtaster arbeiten als Gesamtsystem zusammen – kabellos, zuverlässig und montagefreundlich.
Funkmodul FM 155 F – Schnittstelle zwischen Funk und verdrahteter Feststellanlage
Das Funkmodul FM 155 F koppelt das Funksystem mit der verdrahteten Feststellanlage und wird mit 18–28 V DC betrieben. Es überträgt Betriebs-, Stör- und Alarmzustände über einen potentialfreien Öffner und kann optional mit einer 43‑kΩ‑Leitungsüberwachung betrieben werden. Mit IP40 sowie der Möglichkeit zur Montage an Wand, Gleitschiene und einer mehrfarbigen Status-LED stellt es den aktuellen Systemzustand eindeutig dar.
Funkrauchschalter ORS 155 F – zuverlässige Rauchdetektion nach EN 54-7
Das Funkmodul FM 155 F koppelt das Funksystem mit der verdrahteten Feststellanlage und wird mit 18–28 V DC betrieben. Es überträgt Betriebs-, Stör- und Alarmzustände über einen potentialfreien Öffner und kann optional mit einer 43‑kΩ‑Leitungsüberwachung betrieben werden. Mit IP40 sowie der Möglichkeit zur Montage an Wand, Gleitschiene und einer mehrfarbigen Status-LED stellt es den aktuellen Systemzustand eindeutig dar.
Funkhandtaster HAT 155 F – manuelle Auslösung in Auf- und Unterputzausführung
Der Funkhandtaster HAT 155 F dient als manuelle Auslösung und ist sowohl in einer Auf- als auch Unterputzausführung erhältlich. Der Taster passt in gängige Schalterprogramme und optionales Zubehör ermöglicht eine Ausführung in IP44 sowie einen zusätzlichen Betätigungsschutz.
Stabil, skalierbar, störsicher: So funktioniert das Funknetz des 155 F
Das Funksystem 155 F arbeitet parallel in zwei SRD-Frequenzbereichen: 433,05–434,79 MHz sowie 865,0–868,6 MHz. Innerhalb dieser Bereiche stehen mehrere Kanäle zur Verfügung. Das System überwacht die Funkverbindung kontinuierlich und wechselt bei Bedarf automatisch den Kanal und das Frequenzband, um Störeinflüsse zu minimieren.
Im Gebäude beträgt die typische Funkreichweite im Radius 0,3 bis 20 Meter, abhängig von baulichen Gegebenheiten wie Wänden, Decken oder metallischen Abschirmungen. Im Freifeld sind Reichweiten von bis zu 200 Metern möglich. Pro Funkmodul können bis zu 20 Funkteilnehmer eingebunden werden, die flexibel aus Funkrauchschaltern und Funkhandtastern kombiniert werden können. Damit lassen sich auch komplexere Tür- und Toranwendungen realisieren, ohne die Systemstruktur oder die Verkabelung der bestehenden Feststellanlage ändern zu müssen.
Die Grafik zeigt schematisch den Aufbau einer Feststellanlage mit dem Funksystem 155 F an einer Tür:
- Funkrauchschalter/Rauchschaltzentrale RSZ kompakt: Überwachen den Brandabschnitt im Flur und melden Rauch an die Zentrale.
- Funkmodul FM 155 F: Bindet die Tür-Feststellanlage ins Funknetz ein und gibt Zustände an die Zentrale weiter.
- Ankerplatte/Haftmagnet: Hält die Tür offen und gibt sie im Alarmfall zum Schließen frei.
Ein-Mann-Inbetriebnahme, klar definierte Modi: So läuft das System 155 F von Hekatron
Die Inbetriebnahme des Funksystems 155 F ist konsequent auf den Praxisalltag zugeschnitten.
Alle Funkteilnehmer lassen sich per Tastendruck in das System einbinden, sodass die Inbetriebnahme durch Fachpersonal ohne digitale Hilfsmittel direkt vor Ort erfolgen kann. Das spart Zeit und reduziert den Arbeitsaufwand deutlich.
Besonders ist die integrierte Echtzeit-Reichweitenmessung: Bereits während der Montage zeigt das Gerät optisch die Qualität der Funkverbindung an und unterstützt so die optimale Positionierung der Komponenten. Aufwändige Nachmessungen oder wiederholte Montagegänge werden dadurch minimiert.
Das System kennt drei klar definierte Betriebszustände: Betriebs‑, Service‑ und Konfigurationsmodus. Diese klare Struktur erleichtert die Inbetriebnahme, den Service und die Fehlersuche und trägt dazu bei, den Aufwand für Planung und Installation zu reduzieren.
Mehr Effizienz für Elektro-Profis: Vorteile in jeder Projektphase
Das Funksystem 155 F entlastet Elektro-Profis in allen Projektphasen – von der ersten Planung über die Montage bis hin zu Wartung und Betrieb. Das sind die wesentlichen Vorteile:
Planung und Projektierung
- Reduzierter Koordinationsaufwand in der Planung.
- Flexible Positionierung von Türen, Toren und Meldern.
- Kaum Leitungsverlegung, dadurch geringe Abhängigkeit von Fremdgewerken.
Montage, Inbetriebnahme und Abnahme
- Echtzeit-Reichweitenmessung direkt im System.
- Mit FSZ Basis/Pro ist ein durchgängiger Ablauf von Montage bis Abnahme möglich, ohne zusätzlichen Konfigurationsaufwand.
- Schlanke Montage mit wenig Materialbedarf und klarer Bedienstruktur.
Anlagenbetrieb, Inspektion und Wartung
- Lange Batteriestandzeit, werkzeugloser Tausch.
- Geführte Wartung und Dokumentation durch die Hekatron Service-App Mein HPlus.
- Zustandsanzeigen und Ereignisspeicher für schnelle Diagnose.
Sicherheit und Zuverlässigkeit
- Für zugelassene Feststellanlagen ausgelegt und systemkompatibel.
- Geprüfte Zargen-Konsolen für normgerechte Montage im Brandabschnitt.
- Funk mit zwei Bändern und mehreren Kanälen, automatische Störungsmeidung.
Wenn Verkabelung und bauliche Eingriffe unverhältnismäßig viel Zeit, Material und Abstimmung erfordern, bietet das Funksystem 155 F eine wirtschaftlich und technisch sinnvolle Alternative. Es stellt die volle Funktionalität
Wenn Verkabelung und bauliche Eingriffe unverhältnismäßig viel Zeit, Material und Abstimmung erfordern, bietet das Funksystem 155 F eine wirtschaftlich und technisch sinnvolle Alternative. Es stellt die volle Funktionalität klassischer Feststellanlagen bereit, ohne zusätzliche Leitungsverlegung, aber mit geprüfter Sicherheit und normgerechter Ausführung.
Alle technischen Details und Anwendungshinweise finden Sie in der PDF-Broschüre, die hier zum Download bereitsteht.
Von Planung bis Logistik: Das Team Gebäudetechnik von HARDY SCHMITZ
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