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13. Februar 2026
Funkvernetzte Rauchwarnmelder von Ei Electronics: Systemlösungen für erhöhte Brandschutz-Anforderungen
Mitten in der Nacht beginnt es im Kinderzimmer zu brennen – ein defektes Ladegerät überhitzt und die Kleidung auf dem Stuhl fängt Feuer. Das Kind wird vom Rauch aufgeschreckt, ist verängstigt und desorientiert. Doch statt zu fliehen, verkriecht es sich unter der Bettdecke. Zwei Türen weiter schlafen die Eltern nichtsahnend: Sie können den Rauchwarnmelder im Kinderzimmer dem schrillen Alarm zum Trotz nicht hören, denn hinter geschlossenen Türen liegt der Signalpegel nur noch auf dem Niveau eines leise spielenden Radios.
Niemand reagiert. Wertvolle Minuten vergehen, in denen sich Rauch und giftige Gase unbemerkt ausbreiten können. Ein lebensgefährlicher Zeitverlust und ein Worst-Case-Szenario, das in der Praxis leider gar kein Einzelfall ist. Denn je nach Gebäudetyp und Wohnsituation stoßen herkömmliche Einzelmelder schnell an ihre Grenzen.
Mehrfamilienhaus: Brandschutz endet nicht an der Wohnungstür
Im Mehrfamilienhaus verschärft sich das skizzierte Problem noch durch die klare Trennung der Nutzungseinheiten. Bricht hier in einer Wohnung ein Feuer aus, bleibt der Alarm bei Nutzung von Einzelmeldern häufig auf diese Einheit begrenzt. Nachbarn auf derselben Etage oder darüber bemerken die Gefahr dann womöglich erst, wenn Rauch ins Treppenhaus dringt. Entsteht der Brand hingegen direkt im Treppenhaus, ist es möglich, dass Bewohner in ihren Wohnungen keinen Alarm hören, obwohl ihnen der einzige Fluchtweg bereits durch Rauch abgeschnitten wird.
Barrierefreie Wohnungen: Ein Sinn ist nicht genug
In barrierefreien Wohnungen kommen besondere Anforderungen hinzu: Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen oder Sehbehinderung können einen rein akustischen Alarm leicht überhören oder nicht eindeutig zuordnen. Das in der DIN 18040 2 geforderte Zwei-Sinne-Prinzip verlangt deshalb, dass Warnsignale gleichzeitig über mindestens zwei Sinne – etwa Hören und Sehen oder Hören und Tasten – wahrgenommen werden können. Hierzu braucht es vernetzbare Rauchwarnmelder, auf die sich zusätzliche Signalgeber aufschalten lassen.
Seniorenheime oder Kindertagesstätten: Schnelle Orientierung ist lebenswichtig
In Seniorenheimen und Kitas sind die Bewohner bzw. Kinder zudem meist nicht in der Lage, sich im Brandfall selbst organisiert in Sicherheit zu bringen. Pflegende und pädagogische Fachkräfte müssen deshalb schnell erkennen können, wo genau ein Alarm ausgelöst wurde, um geordnet zu evakuieren und Panik zu vermeiden. Wenn sich der Alarm jedoch nur lokal bemerkbar macht und nicht klar erkennbar ist, aus welchem Bereich die Gefahr stammt, kostet dies wertvolle Zeit für die Rettung der besonders schutzbedürftigen Personen.
Funk sei Dank: Die vernetzten Warnsysteme der i Serie von Ei Electronics bieten einen besonderen Sicherheitsstandard
Die funkvernetzten Warnsysteme von Ei Electronics setzen genau an den zuvor beschriebenen Schwachstellen an: Sie denken Brandschutz nicht mehr als Insellösung pro Raum, sondern als durchgängiges, vernetztes Sicherheitsnetz für das gesamte Gebäude.
Herzstück ist die i Serie mit Funk-Rauchwarnmeldern, Funk-Wärmewarnmeldern und Funk-Kohlenmonoxidwarnmeldern, die über integrierte Funkmodule drahtlos miteinander kommunizieren und im Ernstfall synchron Alarm auslösen.
Erkennt ein Melder Rauch, Hitze oder Kohlenmonoxid, sendet er das Signal über Funk an alle weiteren Komponenten im Netzwerk, ganz nach dem Prinzip „Einer für alle, alle für einen“.
So werden im Gefahrfall Eltern im Schlafzimmer ebenso geweckt wie die Bewohner anderer Etagen, Nachbarn im Mehrfamilienhaus oder Betreuungspersonal in Seniorenheimen und Kitas – und gewinnen damit alle entscheidende Zeit für Evakuierung und Rettung.
Das System ist dabei konsequent auf praxisgerechten Einsatz ausgelegt: Der Funk-Rauchwarnmelder Ei650iRF übernimmt den Schutz in klassischen Wohn- und Schlafbereichen, der Funk-Wärmewarnmelder Ei630iRF sichert Küchen oder Technikräume mit erhöhter Dampf- oder Hitzeentwicklung ab, und der Funk-Kohlenmonoxidwarnmelder Ei208iRF detektiert das unsichtbare, geruchlose Gas CO in Heizräumen, an Feuerstätten oder in Garagen.
Die Melder zeichnen sich durch 10-Jahres-Lithiumbatterien, automatische Verschmutzungskompensation, große Test-/Stummschaltknöpfe oder schlafzimmertauglichen Betrieb ohne blinkende LEDs aus. Alle Geräte werden in Europa produziert und Rauchwarnmelder sogar mit echtem Rauch getestet bevor sie das Werk verlassen. Die Rauchwarnmelder sind zertifiziert nach DIN EN 14604 und ausgezeichnet mit dem Q-Qualitätssiegel.
Ergänzt wird das System durch praxisgerechtes Zubehör:
Modularer Brandschutz: Flexibel planen, normgerecht umsetzen
Die Stärke der Ei-Electronics-Lösungen liegt nicht nur in ihrer geprüften Produktqualität, sondern vor allem im durchdachten Systemansatz: Von der normgerechten Standardinstallation im Einfamilienhaus über barrierefreie Wohnlösungen bis hin zur vernetzten Gesamtkonzeption in Mehrparteien- und Sonderbauten lassen sich unterschiedlichste Anforderungen zuverlässig, skalierbar und praxisgerecht umsetzen.
Treppenhausschaltung im Mehrfamilienhaus: drei Varianten für mehr Sicherheit
Ein zentrales Anwendungsbeispiel ist die Treppenhausschaltung in größeren Wohngebäuden. Je nach Sicherheitskonzept können funkvernetzte Melder dabei so programmiert werden, dass sie:
➤ nur intern innerhalb von Wohnung alarmieren,
➤ nur im Treppenhaus auslösen oder
➤ kombiniert reagieren – also Wohnung und Fluchtweg gleichzeitig warnen.
Dank flexibler Funkcodierung lassen sich die Systeme exakt an die Gebäudestruktur und Nutzungsanforderungen anpassen. Auch eine schrittweise Umrüstung ist möglich.
Barrierefreier Brandschutz nach DIN 18040-2: Einfach und sicher nachrüstbar
In barrierefreien Wohnungen oder bei Bewohnern mit besonderen Bedürfnissen wird zunächst die Grundausstattung mit funkvernetzten Meldern installiert. Bei Bedarf lässt sich das System durch Austausch einzelner Komponenten und Ergänzung von Alarmierungsmodulen schnell um- und aufrüsten.
Da alle Geräte aus einem System stammen und dieselben Montageplatten verwenden, ist eine Nachrüstung technisch einfach und wirtschaftlich sinnvoll. Gleichzeitig wird die gesetzlich geforderte Barrierefreiheit nach DIN 18040-2 zuverlässig erfüllt.
Koordinierter Brandschutz in Sonderbauten: Zentral gesteuert, sicher verwaltet
In Kindertagesstätten, Pflegeheimen oder anderen Sondernutzungen kommt es auf koordinierbares Alarmmanagement an. Die Ei-Electronics-Systeme ermöglichen:
➤ manuelle Auslösung über Handmelder (Ei407G),
➤ zentralisierte Steuerung und Prüfung über Alarm-Controller (Ei450),
➤ gezielte Alarmweiterleitung an externe Stellen oder Systeme (über das Relaismodul Ei414).
So lässt sich das gesamte Gebäude aus einer Hand verwalten, auch ohne komplexe Brandmeldeanlage – normgerecht und sicher – sofern es das Brandschutzkonzept zulässt.
Fazit: Smarter Brandschutz beginnt mit vernetzten Systemlösungen
Die Sicherheit in Wohn- und Sonderimmobilien entscheidet sich bereits bei der Auswahl und fachgerechten Installation des Warnmeldesystems.
Die funkvernetzten Systeme von Ei Electronics schaffen echte Sicherheitsvorteile:
✓ Erfüllung der Anforderungen nach DIN EN 14604 und DIN 18040-2
✓ Einfache Nachrüstbarkeit im Bestand – wartungsfreundlich und zukunftssicher
✓ Echtzeit-Alarmierung über alle Melder hinweg – raum- und etagenübergreifend
✓ Modular skalierbare Systemarchitektur – anpassbar für jede Gebäudegröße und Nutzung
✓ Zubehör für barrierefreie Alarmierung und gezielte Steuerung – normgerecht integrierbar
Für Planer, Wohnungsunternehmen, Betreiber von Sonderbauten und Fachhandwerker eröffnen funkvernetzte Lösungen von Ei Electronics einen normgerechten Weg zu mehr Sicherheit und gelebter Barrierefreiheit.
Wie die Systemlösung in der Praxis genau funktioniert, zeigt das folgende Video Schritt für Schritt.
Weiterführende Informationen zu den funkvernetzten Rauchwarnmeldern von Ei Electronics stehen Ihnen hier im PDF-Format zum Download bereit.
Darüber hinaus erfahren Sie in diesen beiden Kurzvideos, wie sich funkvernetzte Rauchwarnmelder mit externer Sicherheitstechnik verbinden lassen, sowohl mit einer Alarmanlage als auch mit einem GSM-Wählgerät zur Weiterleitung von Alarmen auf ein Smartphone.
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